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Dale Carnegie: How to stop worrying and start living – Buchempfehlung

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich schon oft gelesen habe und immer wieder gerne aufs Neue lese: Dale Carnegies „How to stop worrying and start living“. Schicksalsschläge können einen oft ziemlich kalt erwischen: Arbeitslosigkeit, Unfall, Krankheit, Trennung, schlimme Geldsorgen können uns ordentlich aus dem Gleichgewicht bringen.  Aber selbst wenn nichts davon bisher eingetreten ist (oder in absehbarer Zeit eintreten wird), quälen wir uns trotzdem oft mit dem Gedanken herum: Was wäre wenn?

Was, wenn ich gefeuert werde?

… wenn ich eine schlimme Krankheit bekomme?

… wenn ich meine Miete nicht mehr bezahlen kann?

… wenn ich keinen Job finde?

 

Inhalt

Wir Menschen sind nicht zum Glücklichsein geschaffen, sondern dafür, uns Sorgen zu machen. Obwohl wir wissen, dass wir mit Grübeln nichts an unserer Situation ändern oder verhindern können, tun wir es trotzdem. Im schlimmsten Fall steigern wir uns richtig hinein, bis wir nachts gestresst wach liegen und keinen Schlaf mehr finden. Das ist schade, denn dabei lassen wir uns oft auch die schönen Momente im Hier und Jetzt vermiesen.

Mir geht es oft genauso, aber dann lese ich ein bisschen in Dale Carnegies „How to stop worrying and start living!“ und in den meisten Fällen geht es mir danach schon allein durch die Lektüre besser. Und so wie mir, geht es sehr vielen Menschen, denn der Ratgeber ist einer der erfolgreichsten Weltweit und wird schon seit 1936 verlegt. Auch wenn Dale Carnegie von einigen gerne mal als oberflächlich und seine Ratschläge als naiv bezeichnet werden, möchte ich euch dieses Buch trotzdem sehr ans Herz legen.

Also was ist zu tun, wenn die Sorgen und das Grübeln einsetzen? Laut Carnegie sollte erstmal analysiert werden, warum man sich sorgt und ob man selbst etwas an der Ursache für diese Sorgen ändern kann. Dann sollte nach Lösungen gesucht und eine Entscheidung für das weitere Handeln gefällt werden. Er gibt aber auch Tipps, wie man es erst gar nicht so weit kommen lassen kann: Wer Sorgen gar nicht erst aufkommen lassen will, sollte im Moment leben, sich genügend ausruhen, eine positive Einstellung bewahren und akzeptieren, dass manche Dinge einfach außerhalt unseres Einflusses sind.

Buch offen Dale Carnegie Buchempfehlung Buchrezension

Welchen Konkreten Mehrwert bietet das Buch?

Hier kommen meine Top 10 Lektionen die ich aus dem Buch mitgenommen habe und warum ich „How to stop worrying and start living“ jedem empfehlen kann, der weniger gestresst durchs Leben gehen möchte:

 

Man fühlt sich schon alleine beim Lesen besser. Dale Carnegies großväterlicher Erzählstil lässt den Eindruck entstehen, dass schon irgendwie alles Gut werden wird. Seine Anekdoten sorgen dafür, dass man sich weniger alleine fühlt, weil andere ähnliches oder vielleicht sogar schlimmeres durchmachen.

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Seine Tipps haben tatsächlich praktischen Nutzen und sind jederzeit im Alltag anwendbar

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Sorgen bringen uns im Leben nicht voran, sondern rauben uns nur den Seelenfrieden.

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Es hilft immens, wenn man Aufs Schlimmste vorbereitet ist aber aufs Beste hofft.

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Anderen zu helfen macht glücklich.

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Kritik kann uns nichts anhaben, wenn wir unsere Arbeit sorgfältig und gewissenhaft erledigen.

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Wir müssen uns ausruhen, um produktiv zu bleiben.

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Wir müssen nicht die Opfer der Umstände sein, sondern können uns aktiv fürs Glücklichsein entscheiden.

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Dass wir unser Leben nicht von Angst und Sorgen regieren lassen müssen.

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Nicht alles im Leben klappt immer so, wie wir es uns vorstellen. Es ist völlig ok, mit einer Sache aufzuhören und eine andere anzufangen.

 

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Kaufen oder nicht kaufen?

Ganz klar: Kaufen!

An Dale Carnegies Büchern wird oft kritisiert, dass sie zu oberflächlich bleiben und die tieferen Zusammenhänge zwischenmenschlicher Beziehungen nicht ausreichend berücksichtigen. Trotzdem gehören seine Bücher zu den Erfolgreichsten in der Ratgeber-Sparte. Carnegie gibt praktische und leicht umsetzbare Tipps an die Hand um mit Stress und Sorgen besser umgehen zu können.

Dabei geht es in erster Linie aber um die mentale Einstellung, also die Art wie wir Widrigkeiten im Leben begegnen. Carnegies Tipps zielen also eher auf die Symptome eines stressigen, sorgenreichen Lebens ab, als auf die tatsächlichen Ursachen (wie zum Beispiel finanzielle Schwierigkeiten, Krankheit, zu viel Arbeit etc.). Aber genau darauf zielt ja auch schon der Titel ab: zu Deutsch: Sorge dich nicht, lebe! bedeutet für mich im Endeffekt nichts anderes, als dass wir unangenehme Dinge zwar nicht immer verhindern können, aber wir können konstruktiv auf sie reagieren. Denn wenn wir uns nur noch permanent Sorgen machen, übersehen wir dabei schnell die guten Dinge in unserem Leben.

In anderen Worten: Wer permanent gestresst und überarbeitet ist, kommt wahrscheinlich nicht drum rum auch mal das Übel an der Wurzel zu packen und die ein oder andere tiefergreifende Änderung in seinem Leben vorzunehmen. Aber wer für das Hier und Jetzt einen effektiven Ratgeber sucht um die Symptome von Stress, Sorgen und Ängsten zu lindern und besser erträglich zu machen, der findet in Carnegies Buch einen effektiven und nachhaltigen Ratgeber um sich besser zu fühlen. Und manchmal ist das ja alles was man braucht: Einen kleinen Schubser in die richtige Denk-Richtung.

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