PhD Promotion Doktorarbeit Buchempfehlung Barbara Berckhan Wie man anderen den Stachel zieht
Lebensfreude

Barbara Berckhan: Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich zu stechen

Diese Woche gibt es wieder einen Buchtipp von mir. Beim letzten mal habe ich euch ja Dale Carnegies‘ „How to stop worrying and start living“ ans Herz gelegt. Diese Woche geht es  um einen Ratgeber von Barbara Berckhan, der aber ein etwas anderes Thema behandelt, welches uns aber ebenfalls das Leben schwer machen kann: Schwierige Menschen.

In Barbara Berckhans Buch „Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich zu stechen“ geht es darum, wie man ihnen umgehen kann, ohne selbst allzusehr darunter zu leiden oder noch besser, selbst davon zu profitieren.

Und mal ehrlich: Wer von uns hat keinen „schwierigen“ Menschen in seinem Leben? Eine Person, die sich einfach nicht so verhält, wie wir es gerne hätten. Jemand, der unser Leben komplizierter und unangenehmer macht.

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Nerv mich nicht!

Das kann jemand im Job sein, in der Familie, im Sportverein. Oft ist es nicht so einfach, diese Leute wieder aus dem eigenen Leben zu entfernen. Und selbst wenn man könnte, stellt sich immer noch die Frage, wieviel Sinn es macht, Unannehmlichkeiten immer aus dem Weg zu gehen.

Auch wie sich diese „Schwierigkeiten“ äußern, kann sehr unterschiedlich ausfallen. Berckhan beschreibt verschiedene Typen in ihrem Buch, die besonders häufig vorkommen. Da gibt es unter anderem den Nörgler, den Wüterich, das Lästermaul, den Distanzierten usw. In vielen dieser Charakterportraits kann man nicht nur seine Mitmenschen, sondern auch oft sich selbst wiedererkennen.

 

Wie also kann ich die Beziehung zu meinen Mitmenschen positiv gestalten, auch wenn man vielleicht nicht ganz auf der selben Wellenlänge ist?

Sehr schön finde ich, dass Berckhans Buch nicht darauf abzielt, die vermeintlich „schwierige“ Person zu ändern oder zu „verbessern“. Das ist ungefähr so, wie einem Hamster das Fliegen beizubringen (um es in Berckhans Worten zu sagen) und wird in der Regel mir viel Frust auf beiden Seiten enden. Vielmehr geht es darum, zu hinterfragen, warum wir manche Menschen als so schwierig empfinden und wie wir stattdessen unsere eigene Sichtweise ändern können um genau das zu vermeiden.

Kernbotschaft
Schwierig erscheinen uns immer diejenigen, die unsere Erwartungen nicht erfüllen und unseren Ansprüchen nicht genügen. Dennoch hat jeder Mensch ein Recht darauf, nicht immer allen gefallen zu müssen. Auch wir selbst haben keinen Anspruch darauf, dass andere sich immer so verhalten wie wir es gerne hätten. Dafür ist es aber auch völlig okay, selber seine kleinen Macken zu haben und anderen abundzu damit auf die Nerven zu gehen.

Schwierige Menschen sind nicht mit Absicht schwierig, um uns zu ärgern. Sie tragen oft selber viel Ballast mit sich herum, haben Ängste, Sorgen und Nöte, von denen wir wahrscheinlich überhaupt nichts mitbekommen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass wir uns in einer ähnlichen Situation genauso verhalten würden.

Berckhans Buch beschreibt auf sehr humorvolle Art, welchen schwierigen Typen man im Alltag so begegnen kann und gibt praktische, sofort umsetzbare Tipps an die Hand, wie man die Beziehung verbessern kann. Sie zeigt auch auf, dass in jeder unangenehmen Eigenschaft auch immer etwas Positives steckt, von dem wir selbst uns eine Scheibe abschneiden können. Jeder von uns ist mal patzig, schlecht gelaunt, nörgelig und einfach nur unleidlich und genau dann sind wir darauf angewiesen, trotzdem von unseren Mitmenschen so akzeptiert so werden wie wir sind.

Barbara Berckhan: Wie Sie anderen den Stachel ziehen, ohne sich zu stechen gibt’s auf Amazon als Paperback und Kindle-Edition!

Seitdem ich dieses Buch gelesen habe, gibt es eigentlich keine schwierigen Menschen mehr in meinem Leben, sondern nur noch Menschen, die, genau wie ich, ein Recht darauf haben nicht perfekt sein zu müssen.

 

Hier geht’s zu meiner letzten Buchempfehlung: Dale Carnegie’s How to stop worrying and start living

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